Programm in Berlin,

zum bundesweiten dezentralen Vergesellschaftungs Tag
10.10.26

Wann? Was? Wer?
12:30 - 14:00 Diskussion und Vernetzung: Feministisch Vergesellschaften vom Sorgezentrum zur Sorgenden Stadt Sorge ins ParkCenter
14:30 - 18:30 Straßenaktion DWE
15:00 - 17:00 Workshop Redscout24
17:00 - 18:30 Buchvorstellung Commoning Art Union für Cultural Commons
19:00 - 21:00 Diskussionsrunde zum Artikel 15 communia
Mehr Infos zum bundesweiten Aktionstag:
alles-fuer-alle.org

12:30-13 Uhr

Vom Sorgezentrum zur Sorgenden Stadt Berlin:

Feministisch Vergesellschaften

von Sorge ins ParkCenter



Sorge ins ParkCenter versteht sich als Lückenfüller: gegen Leerstand und Sorgelücken.


Sorgearbeit muss vergesellschaftet werden - und im ersten Schritt soll dafür ein Sorgezentrum einen leerstehenden Ort neu beleben.


Mögliche Funktionen des Pilot-Sorgezentrums

  • Flexible Kinder-Randzeitenbetreuung (Modell Mamdani)
  • Kiezkantine
  • Sorgebeauftragten-Büro
  • Raum für politische Organisierung
  • Raum für weggekürzte Sorgeinstitutionen


Mit der neuen Berliner Regierung haben wir jetzt die Chance unser Sorgezentrum zu realisieren. Dafür haben wir einen Stufen Plan, um vom kleinen ins große Sorgezentrum hineinzuwachsen.


Diesen diskutieren wir mit euch und erarbeiten gemeinsam die Details - von Phase 1 (Einzug in das erste Sorgezentrum) bis Phase 4 (Vergesellschaftung von Shoppingmalls - Sorgeraum für alle!). Die Zeit drängt.

Gemeinsam mit euch wollen wir konkret in die Umsetzung kommen.

Wollt ihr mit uns Sorgearbeit vergesellschaften?


Werdet Teil der Sorgenden Stadt Bewegung Berlin!



14:30 - 18:30

Straßenaktion von DWE | Alles für Alle – oder?


Lass ma über Vergesellschaftung quatschen! Was hältst du von der Überführung von Wohnungen in Gemeineigentum? Und sollte vielleicht noch viel mehr vergesellschaftet werden?


DEUTSCHE WOHNEN & CO ENTEIGNEN ist am 10.10. von 14:30 – 18:30 Uhr auf der Straße am Kotti, vor dem aquarium, um mit euch ins Gespräch zu kommen.


Komm vorbei!

15 - 17 Uhr

Workshop von Redscout24


Redscout24 lädt ein zum Workshop ins aquarium (Skalitzer Str. 6) von 15 bis 17 Uhr. Wir stellen euch kurz den Projektstand vor und arbeiten dann in Kleingruppen an verschiedenen Fragen:


a) Wie sieht bedürfnisorientierte Wohnungsvermittlung konkret aus? Wir entwickeln Elemente eines Redscout24-Prototypen.
b) Wie wollen wir Redscout24 politisch umsetzen? Wir entwickeln Ansätze für konkrete Arbeit in Kommunen mit politischen Gruppen.


17 - 18 Uhr

Buchvorstellung

von Union for Cultural Commons, Berlin


Die Veranstaltung ist auf Englisch. Flüsterübersetzung ins Deutsche wird bei Bedarf angeboten.


Die Union für Cultural Commons (UCC) schlägt vor, Kulturorte als Commons zu betreiben – radikaldemokratisch organisiert und offen für alle. Dafür bezieht sie sich unter anderem auf das Buch Commoning Art: Die transformativen Potenziale von Commons in der Kunst von Vera Hofmann, Johannes Euler, Linus Zurmühlen und Silke Helfrich. Die englische Ausgabe ist frisch veröffentlicht und die UCC organisiert gemeinsam mit Vera Hofmann einen Buchlaunch.

19 - 21 Uhr

Diskussion zum Artikel 15 von communia


Die Möglichkeit zu Vergesellschaftung ist in Artikel 15 des Grundgesetzes juristisch gesichert. Trotzdem sind Vergesellschaftung und die rechtliche Verankerung von Gemeinwohl schon immer politisch umkämpft, und noch stärker unter Angriff seit die Bundesregierung im Juli angekündigt hat, Vergesellschaftung über Artikel 15 auf Landesebene bundesrechtlich verbieten zu wollen.

Dieser verfassungswidrige Angriff zeigt: der Diskurs um Vergesellschaftung wird immer erfolgreicher, und die Interessen von Konzernen und Bundesregierung sind bedroht. Mit Artikel 15 können wir endlich öffentliches Eigentum schaffen, das demokratisch organisiert und am Gemeinwohl ausgerichtet ist.


Vergesellschaftung heißt, uns zu nehmen, was uns zusteht. Das ist keine rein rechtliche Frage. Es gibt zahlreiche Beispiele, bei denen wir uns als Gesellschaft aufbauen und nehmen, was im Alltag gebraucht wird. Gemeinwirtschaft ist notwendig für die Verbesserung unseres Lebens. Bei communia nennen wir die Utopie umfassender Gemeinwirtschaft in allen Lebensbereichen Öffentlichen Luxus.

Bei communia’s Abendveranstaltung um 19 Uhr stellen wir die Frage, wie wir dem Angriff auf Artikel 15 entgegentreten können und diskutieren, mit welchen Ansätzen für Vergesellschaftung wir über Wohnraum hinausgehen können. Welche Konzepte sind gerade in der Klimakrise relevant und wie kommen wir damit weiter?


Zu Gast:

Sabine Nuss arbeitet seit mehreren Jahren als freie Autorin, Publizistin und Podcasterin zum Thema Vergesellschaftung. Sie hat die Debatte maßgeblich geprägt und weiß um die Ideologie und Praxis des Privateigentums.


Max Wilken beschäftigt sich bei communia mit gemeinwirtschaftlichen Ansätzen im Bereich Mobilität, Industrie und Energie. Er hat den Diskurs um Öffentlichen Luxus zusammen mit communia vorangetrieben.


Timo Laven ist Jurist und Experte in der Debatte, ob ein Vergesellschaftungsverbot verfassungskonform sein könnte. Er hat zur Geschichte von Artikel 15 promoviert.


Elise Jost moderiert. Bei communia leitet sie die Öffentlichkeitsarbeit und Social Media und hat zuletzt zusammengefasst, was bei den Angriffen auf Artikel 15 bisher geschehen ist.


Communia läd herzlich ein, zur Diskussion dazu zu kommen, euer Hintergrundwissen zu Vergesellschaftung zu erweitern, euch zu vernetzen und mitzureden.